Habt nur Geduld - ihr braucht nicht lange klagen,

wenn Patzer noch in der Gitarre Klange lagen.

Keiner sollte in Verzweiflung stöhnen: „Tand!",

bloß weil viel Mühe hinter seinen Tönen stand.

Wer das Gitarrenspiel enttäuscht für einen Fimmel hält,

muss wissen, dass kein Meister einfach nur vom Himmel fällt.

Einer, der diese Kunst beherrscht und sie ergeben liebt,

genießt die Art und Weise, wie er den Tönen Leben gibt.

„Soll ich noch weiter lernen?", wird er zwar schwankend denken;

hält er dann durch, wird er die Notenblätter dankend schwenken.

Die hohe Kunst des Gitarrenspiels beweist er - merke -,

spielt er als Könner der großen Komponisten Meisterwerke.

Wenn auch in seinem Kopf das Ideal vom großen Meister geistert -

erst muss er lernen, wie man der Dissonanzen böse Geister meistert.

Wir wollen alle, die nach diesen Zeilen fast verzagen, lupfen:

Ihr könnt inzwischen prächtig schon in allen Lagen zupfen!

                                                                       Günter Hanisch